Chateau Clos Louie

Chateau Clos Louie

Ein außergewöhnlicher Rotwein aus dem Herzen von Castillon Côtes de Bordeaux, der mit seinen bis zu 150 Jahre alten, wurzelechten Reben ein nahezu einzigartiges Terroir-Erlebnis liefert. Die Kombination aus opulenter Rotfrucht, seidiger Struktur und unvergesslicher Finesse rechtfertigt vollständig die Höchstpunktzahl von Heiner Lobenberg (100/100) und Gerstl (20/20).

Für Weinliebhaber, die Eleganz über Macht stellen und das Außergewöhnliche suchen, ist der Chateau Clos Louie 2023 eine absolute Pflichtverkostung. Trotz des vergleichsweise moderaten Preises spielt dieser Wein auf Augenhöhe mit den Grands Vins von Saint-Émilion.

Hasenscore: 92+


Ein Frosch - kann was,
aber noch nicht viel!

Was ist das für ein Wein?

  • Name: Chateau Clos Louie
  • Weingut: Clos Louie (Pascal und Sophie Lucin-Douteau)
  • Klassifikation: AOC Castillon Côtes de Bordeaux (keine weitere offizielle Klassifikation)
  • Jahrgang: 2023
  • Weinart: Rotwein, trocken
  • Alkohol: 14,0 % Vol.
  • Rebsorten: Merlot 50 %, Cabernet Franc 40 %, Malbec 10 % (gemischter Satz; 20 % der Trauben wurden nicht entrappt)
  • Weinausbau: Vergärung im Zementtank und im offenen 30-hl-Inox-Stahltank, anschließend 20 Monate Ausbau in 600-Liter-Stockinger-Tonneaux, 300-Liter-Holzfässern und Sylvain-Barriques ohne Bâtonnage

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Herkunft

  • Kontinent: Europa
  • Land: Frankreich
  • Provinz: Nouvelle-Aquitaine (ehemals Aquitanien)
  • Region: Bordeaux
  • Teilregion / Appellation: Castillon Côtes de Bordeaux
  • Ort: Saint-Philippe-d'Aiguille, Gemeinde Saint-Gènes-de-Castillon

Terroir

  • Bodentyp: Lehm-Eisen-Auflage über dichtem, reinem Kalkstein
  • Bodenbeschaffenheit: Ca. 30 cm Lehmschicht über dem Kalksteinsockel; gut drainiert, mineralisch dicht, mit natürlichem Gras- und Kräuterbewuchs
  • Klima: Ozeanisch-gemäßigt mit atlantischem Einfluss; Jahrgang 2023 warm und reif bei lebendiger Frische
  • Bepflanzungsdichte: 6.500 Stöcke pro Hektar
  • Besondere Einflussfaktoren: Außergewöhnliches Rebenalter von bis zu 150 Jahren (wurzelecht, Prephyloxera), biodynamische Bewirtschaftung, extrem geringer Naturertrag durch Rebenseneszenz
  • Lage: Direkt an der Grenze zur Appellation Saint-Émilion, unmittelbarer Nachbar von Tertre de la Mouleyre

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Besonderheit

  • Die Kernparzelle des Weinguts umfasst lediglich 0,85 Hektar und ist mit bis zu 150 Jahre alten, wurzelechten Prephyloxera-Reben bestockt (gepflanzt um 1840 und 1880). Aus dem gesamten Jahrgang 2023 entstehen maximal ca. 5.000 Flaschen – ein außerordentlich rares Elixier.
  • Das Weingut ist biodynamisch zertifiziert. Die organische Bewirtschaftung begann bereits 2003, die offizielle Zertifizierung erfolgte 2012.
  • Heiner Lobenberg vergibt die Höchstnote 100/100, Gerstl 20/20. Yves Beck bewertet den 2023er mit 95/100 und hebt das respektable Reifepotenzial besonders hervor.
  • 20 % der Trauben wurden beim 2023er absichtlich nicht entrappt (partielle Ganztraubenvergärung), was dem Wein zusätzliche aromatische Tiefe und Spannung verleiht.
  • Die Bepflanzungsdichte beträgt 6.500 Stöcke pro Hektar. Das extrem hohe Rebenalter führt zu einem natürlich geringen Ertrag, der die Konzentration noch verstärkt.
  • Der direkte Nachbar ist Chateau Valandraud in Saint-Émilion. Qualitativ auf diesem Niveau, ruft Clos Louie aufgrund der Appellation nur einen Bruchteil des Preises auf.

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Sensorik

  • Aussehen/Farbe: Tiefes Rubinrot mit violett-purpurnen Reflexen, intensive Farbsättigung, jugendlich und dicht
  • Duft/Nase: Reinstes Parfum – verführerisch, ultrafein und hochintensiv. Frische Erdbeere, Waldhimbeere und reife Kirsche bilden den aromatischen Kern. Eingebettet in einen blumigen Strauß aus Veilchen und weiteren Blütenaromen sowie Moschus. Kreidige Nuancen, ein Hauch Süßholz und berührende Mineralität ergänzen das Bild. Ein Wein, der das Gesicht zum Lächeln bringt.
  • Geschmack/Gaumen: Vollmundig und hochintensiv, dabei von erstaunlicher Feinheit. Hoher Extrakt, präsente aber vollständig geschliffene, samtreiche Tannine. Lebendige Säure verleiht Spannung und Frische. Die 50 % Merlot wirken stützend im Hintergrund, während Cabernet Franc und Malbec die rotfruchtige Präzision definieren. Waldhimbeere, Walderdbeere und Sauerkirsche dominieren am Gaumen, ergänzt durch Noten von Süßholz und Gewürzen sowie einer feinen Salzigkeit im Auftakt. Der Wein schwankt zwischen Rundheit und Spannung, zwischen Geschmeidigkeit und Strenge.
  • Abgang/Länge: Außergewöhnlich lang. Die konzentrierte Rotfrucht verweilt minutenlang nach. Finessereicher, präziser Abgang mit mineralischem Nachhall.

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Qualität

  • Komplexität: Außerordentlich hoch. Das Zusammenspiel aus jahrhundertealten Reben, biodynamischem Terroir, Frucht, Mineralität und strukturellen Elementen ergibt ein vielschichtiges, tiefgründiges Geschmacksbild, das sich im Glas stetig weiterentwickelt.
  • Ausgewogenheit (Balance): Trotz des Alkoholgehalts von 14,0 % besteht eine exzellente Harmonie. Die fein geschliffenen Tannine, die lebendige Säure und die intensive Frucht ergeben ein seidiges, ultrafeines Konzentrat in vollendeter Finesse.
  • Typizität: Der Wein repräsentiert den besten Ausdruck von Castillon, stilistisch zwischen Saint-Émilion, Volnay und Loire angesiedelt – eigenständig und unverwechselbar, jenseits jeder Schablone.
  • Lagerpotential: Sehr hoch. Trinkreifefenster laut Erzeugerangaben: 2027 bis 2055, was einem Lagerpotential von über 30 Jahren entspricht.

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Charakter

  • Extraterristisch charmante Eleganz: Die Kombination aus spielerischer Leichtigkeit in der Nase und struktureller Tiefe am Gaumen ist nahezu einzigartig im Bordelais.
  • Opulenz in Finesse: Konzentriert und gehaltvoll, ohne schwerfällig zu wirken – ein Konzentrat in Seidenform.
  • Rotfruchtige Präzision: Durchgängig auf einer hochintensiven, kristallklaren Rotfruchtlinie definiert, ohne in Schwere oder Überreife abzugleiten.
  • Zwischen Charmeur und Grand Vin: In der Nase verspielt und verführerisch, am Gaumen ernst, dicht und von großer Tiefe – ein beständiger Überraschungsmoment.
  • Mineralisch und lebendig: Die Salzigkeit im Auftakt und die kreidigen Nuancen verleihen dem Wein eine ungewöhnliche Frische, die seinen Kalkstein-Ursprung klar unterstreicht.

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Food Pairing

  • Gebratenes Kalbsfilet an Morchel-Jus mit feinen Kräutern
  • Entenbrust mit Sauerkirschsauce und angerösteten Pinienkernen
  • Lammrücken mit Kräuterkruste und provenzalischem Gemüse
  • Reifer Brie de Meaux oder Époisses (Burgunder-Weichkäse)
  • Geschmorte Wildtaube mit Roten Beten und Thymianjus
  • Feines Trüffelrisotto mit Parmesanschaum

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Trinkfenster

Der Chateau Clos Louie 2023 ist derzeit (Herbst 2026) noch sehr jung und zeigt seine erste jugendliche Pracht. Er ist trinkbar und bereits von bezwingender Schönheit, entfaltet sein volles Potential aber noch nicht. Das erste ideale Trinkfenster öffnet sich ab ca. 2027. Der Höhepunkt liegt voraussichtlich zwischen 2029 und 2042. Spätestens bis 2055 trinken.

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Preis

Der typische Marktpreis liegt bei ca. 55 Euro pro Flasche (0,75 l) (Stand: Herbst 2026).

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