Château Malartic-Lagravière

Château Malartic-Lagravière

Der Château Malartic-Lagravière 2022 ist nach übereinstimmendem Urteil führender Weinkritiker der bisher bedeutendste Jahrgang dieses Guts und zugleich einer der bemerkenswertesten Pessac-Léognans des Ausnahmejahrgangs 2022. Er vereint die kraftvolle Reife und Konzentration des Jahrgangs mit der eleganten Mineralität, Frische und Präzision, die Léognan auf kiesigem Terroir so unverwechselbar macht.

Mit seiner Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Petit Verdot und Cabernet Franc, ausgebaut über 20 Monate in französischen Eichenfässern mit 60 % Neuholz, bietet er außergewöhnliche Tiefe, Komplexität und ein Lagerpotenzial bis weit in die 2050er Jahre. Absolute Kaufempfehlung für Liebhaber des klassischen, ernsthaften Bordeaux.

Hasenscore: 95


Eine Rakete ist keine Bombe!

Was ist das für ein Wein?

  • Name: Château Malartic-Lagravière 2022
  • Weingut: Château Malartic-Lagravière (Familie Bonnie)
  • Klassifikation: Cru Classé de Graves (Klassifikation von 1953 und 1959)
  • Jahrgang: 2022
  • Weinart: Rotwein
  • Alkohol: 14,0 %
  • Rebsorten: Cabernet Sauvignon (53 %), Merlot (43 %), Petit Verdot (2,5 %), Cabernet Franc (1,5 %)
  • Weinausbau: Französische Eichenfässer, 60 % neues Holz, 20 Monate

Quellenangabe

Herkunft

  • Kontinent: Europa
  • Land: Frankreich
  • Region: Bordeaux
  • Appellation: Pessac-Léognan (AOC)
  • Ort: Léognan, südlich der Stadt Bordeaux gelegen

Terroir

  • Bodentyp: Trockener Kies und Lehm
  • Unterboden: Muschelkalk und Tonadern
  • Bodenbeschaffenheit: Sehr gut drainiert; Weinberge auf einer Kuppe aus Kieselsteinen gelegen
  • Klima: Ozeanisch-maritim, beeinflusst durch den nahen Atlantik; begünstigt natürliche Frische und aromatische Präzision
  • Besondere Einflussfaktoren: Der Jahrgang 2022 war von Spätfrösten im Frühjahr sowie einer ausgeprägten Trockenheit und Hitzewelle im Sommer geprägt. Die Kenntnis des Terroirs und die Sorgfalt der Weinbergs-Teams erhielten trotz dieser extremen Bedingungen den Gesundheitszustand der Reben
  • Rebfläche: 66 Hektar Rotweinanbaufläche; Durchschnittsalter der Reben 28 Jahre

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Besonderheit

Der Jahrgang 2022 gilt nach einhelliger Meinung führender Weinkritiker als mit Abstand bester Wein, der je in Château Malartic-Lagravière erzeugt wurde. Jeb Dunnuck vergab 99 von 100 Punkten, Decanter, Jeff Leve, Jane Anson und Yves Beck je 96 von 100. Mehrere Kritiker betonten ausdrücklich, noch nie eine derart überzeugende Cuvée aus diesem Gut verkostet zu haben. Die Erträge lagen bei niedrigen 30 hl/ha, was einer außergewöhnlichen Konzentration und Qualität zugutekommt. Das Weingut ist mit dem Zertifikat Haute Valeur Environnementale Niveau 3 ausgezeichnet, dem höchsten Standard nachhaltiger Landwirtschaft in Frankreich. Berater sind der renommierte Oenologe Michel Rolland sowie Athanase Fakorellis.

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Sensorik

  • Aussehen/Farbe: Tiefes, intensives Rubinrot mit violetten Reflexen; dichte Farbintensität, typisch für einen konzentrierten 2022er Bordeaux
  • Duft/Nase: Wunderschöne, duftige rote und dunkle Beerenfrucht – Brombeere, Pflaume, Schwarzkirsche und schwarze Johannisbeere; dazu Noten von Graphit, getrockneten Kräutern, Lavendelblüten, Veilchen und einem Hauch blonden Tabaks. Im Hintergrund Kakao, Pfingstrose und dezente Mineralität. Komplex und vielschichtig.
  • Geschmack/Gaumen: Mittelgewichtig bis vollmundig mit cremiger, üppiger Textur und zugleich lebendiger Frische. Seidig-samtene Tannine, knackige Frucht, feine Säure und eine tiefe, geschichtete Gaumenmitte. Weiße-Pfeffer- und Salbeiaromen klingen elegant mit. Der Holzeinfluss ist hervorragend kontrolliert und in die Struktur eingebunden.
  • Abgang/Länge: Fest, langanhaltend und mineralisch mit einem salinen Finale und schwarzem Pfeffer. Außerordentliche Länge und Nachhalltiefe; großes Reifepotenzial deutlich erkennbar.

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Qualität

  • Komplexität: Außergewöhnlich hoch. Noten von dunkler Frucht, Mineralität, Kräutern und floralen Elementen entfalten sich auf mehreren Ebenen in Nase und Gaumen. Schicht um Schicht offenbart der Wein neue Nuancen.
  • Ausgewogenheit (Balance): Hervorragend. Kraft und Finesse sind tadellos integriert. Frucht, Tannin, Säure und Alkohol stehen in beeindruckender, harmonischer Spannung zueinander – ohne dass ein Element dominiert.
  • Typizität: Sehr hoch. Die kiesig-minerale Struktur, die Cabernet-Sauvignon-dominierte Cuvée und die elegante Frische sind unverkennbar charakteristisch für Pessac-Léognan.
  • Lagerpotenzial: Ausgezeichnet. Der Wein benötigt noch mehrere Jahre Kellerreife, um sein volles Potenzial zu entfalten. Höhepunkt voraussichtlich zwischen 2030 und 2045; gute Flaschen werden bis weit in die 2050er Jahre halten.

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Charakter

  • Aristokratisch und racé – zeigt die Noblesse eines großen Bordeaux mit Nachdruck
  • Mineralisch und steinig präzise – das kiesige Terroir von Léognan ist im Glas unmittelbar spürbar
  • Cremig und dicht, jedoch stets von lebendiger Frische und Spannung getragen – kein schwerer oder überextrahierter Wein
  • Entwickelt sich stark mit Luftkontakt und gewinnt in der Karaffe wie auch über die Jahre erheblich an Ausdruck
  • Komplex und meditativ – kein Wein für den schnellen Genuss, sondern ein Wein der Tiefe und der Kontemplation
  • Herausfordernd für die teureren Namen der Appellation – Qualität weit jenseits der Preisklasse

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Food Pairing

  • Lammrücken mit Kräuterkruste und Gratin Dauphinois
  • Geschmorte Rinderrippchen mit Morcheln und Thymianjus
  • Magret de Canard mit Pflaumenreduktion und Selleriepüree
  • Wildschweinkeule mit Waldpilzen und Preiselbeersauce
  • Kalbsmedaillons mit Trüffeljus und grünem Spargel
  • Reifer Comté (24 Monate) oder Saint-Nectaire fermier

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Trinkfenster

Der Wein ist aktuell (August 2026) bereits zugänglich und zeigt seine erste Reife, profitiert jedoch deutlich von weiterer Kellerreife. Die optimale Trinkreife beginnt um 2028 bis 2030. Der Höhepunkt liegt voraussichtlich zwischen 2030 und 2045. Gut gelagerte Flaschen werden bis in die 2050er Jahre Freude bereiten. Für den sofortigen Genuss empfiehlt sich eine Dekantierzeit von mindestens zwei Stunden.

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Preis

Der typische Marktpreis liegt bei ca. 50 bis 65 Euro pro Flasche (0,75 l) (Stand: August 2026). Je nach Händler, Format und Verfügbarkeit sind höhere Preise möglich. Für einen klassifizierten Pessac-Léognan auf diesem Qualitätsniveau ist der Preis als sehr fair einzustufen.

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