Chateau Lassegue Grand Cru Classe

Chateau Lassegue Grand Cru Classe

Der Château Lassègue 2019 ist ein überzeugender Saint-Emilion Grand Cru Classé, der vom herausragenden Jahrgang 2019 am rechten Bordeaux-Ufer in vollem Umfang profitiert. Samtweiche, merlotbetonte Frucht trifft auf feine Struktur und eine angenehme Mineralität – ein Wein mit echtem Tiefgang und Entwicklungspotenzial.

Dank der Investitionen der Jackson-Familie und der Expertise Pierre Seillans zeigt der Wein eine Qualität, die regelmäßig über dem üblichen Niveau seines Klassements liegt. Für Liebhaber zugänglicher, gleichzeitig aber entwicklungsfähiger Bordeaux-Weine ist der 2019er Lassègue eine ausdrückliche Empfehlung – sowohl für den Keller als auch für den Genuss in den nächsten Jahren.

Hasenscore: 94


Eine Ente ist kein Schwan,
geht aber auch nicht unter!

Was ist das für ein Wein?

  • Name: Château Lassègue Saint-Emilion Grand Cru Classé
  • Weingut: Château Lassègue
  • Klassifikation: Saint-Emilion Grand Cru Classé
  • Jahrgang: 2019
  • Weinart: Rotwein
  • Alkohol: 14,5 %
  • Rebsorten: Merlot (88 %), Cabernet Franc (8 %), Cabernet Sauvignon (4 %)
  • Weinausbau: Vergärung in Betonbehältern und temperaturkontrollierten Edelstahltanks; anschließend 18 Monate Reifung in französischen Eichenholzfässern (ca. 55 % Neuholz)

Quellenangabe

Herkunft

  • Kontinent: Europa
  • Land: Frankreich
  • Region: Bordeaux
  • Teilregion: Libournais (Rechtes Ufer / Rive Droite)
  • Appellation: Saint-Emilion Grand Cru (AOC)
  • Ort: Saint-Hippolyte, östlicher Teil des Saint-Emilion-Plateaus und -Hangs

Terroir

  • Bodentyp: Tonkalk (Argilo-calcaire) auf dem Plateau, toniger Sand und sandiger Kies an den Hängen und im tieferen Bereich
  • Bodenbeschaffenheit: Mittelgründig bis tiefgründig; gut drainiert auf den Kalksteinbereichen, mit höherer Wasserhaltekapazität auf den Tonböden
  • Klima: Gemäßigt ozeanisch mit atlantischem Einfluss; warme, trockene Sommer, milde Herbste
  • Exposition und Hangneigung: Sanfte Hangneigung in Richtung Osten und Südosten; das Plateau profitiert von der Höhenlage und guter Belüftung
  • Altitude: Ca. 30–70 m ü. NN
  • Besondere Einflussfaktoren: Nähe zur Dordogne und deren Nebenflüssen sorgt für mäßigende Einflüsse auf das Klima; die Kombination aus verschiedenen Bodentypen ermöglicht Pierre Seillans Parzellenbewirtschaftung mit angepassten Kelterungsmethoden je nach Terroir-Einheit

Besonderheit

Château Lassègue war über Jahrhunderte ein unbekanntes, vernachlässigtes Gut, ehe es 2003 von der amerikanischen Familie Jackson (Jackson Family Wines) und Pierre Seillan erworben wurde. Pierre Seillan gilt als einer der renommiertesten Winzer Frankreichs und ist bekannt für seinen Ansatz, das Terroir in kleinste Parzellen aufzuteilen und diese separat zu vinifizieren. Dieser Ansatz, kombiniert mit umfangreichen Investitionen in Weinkeller und Weinberg, hat Château Lassègue innerhalb kurzer Zeit vom Geheimtipp zu einem der beachtenswerten Güter des östlichen Saint-Emilion-Gebiets gemacht.

Der Jahrgang 2019 gilt als einer der herausragendsten Jahrgänge für den rechten Bordeaux-Ufer überhaupt. Die Kombination aus idealen Wachstumsbedingungen und Pierre Seillans konsequenter Terroir-Philosophie ermöglichte es, einen besonders konzentrierten und ausgewogenen Wein zu erzeugen.

Quellenangabe

Sensorik

  • Aussehen/Farbe: Tiefes Rubinrot mit violetten Reflexen; hohe Farbintensität, noch leuchtkräftig; gute Viskosität und deutliche Schlieren an der Glaswand
  • Duft/Nase: Opulentes Bouquet mit primären Aromen von Brombeere, Pflaume und schwarzer Johannisbeere; florale Note von Veilchen; sekundäre Aromen von dunkler Schokolade, Zedernholz und feiner Vanille vom Holzausbau; tertiäre Noten von Tabak, feuchtem Unterholz und einem Hauch von mineralischer Würze
  • Geschmack/Gaumen: Vollmundig und generös, mit üppiger dunkler Frucht, samtigen Tanninen und gut integrierter Säure; die Konzentration des Jahrgangs 2019 ist deutlich spürbar; Holzeinfluss gut eingebunden; am Gaumen treten Brombeere, Pflaume, Lakritze und ein Hauch von Graphit hervor; eine feine Mineralität gibt dem Wein Grip und Frische
  • Abgang/Länge: Lang und anhaltend, mit einem seidigen, von dunklen Früchten und einer leicht erdigen Würze geprägten Nachhall; gute Länge von mindestens 12–15 Sekunden

Quellenangabe

Qualität

  • Komplexität: Hoch – der Wein bietet eine vielschichtige Aromatik mit primären Fruchtaromen, gut integriertem Holz und tertiären Noten, die sich langsam entfalten; die Parzellenbewirtschaftung Pierre Seillans sorgt für eine bemerkenswerte Tiefe im Cuvée
  • Ausgewogenheit (Balance): Sehr gut – der üppigen, reifen Frucht des Jahres 2019 stehen eine lebendige Säure und feinporige Tannine gegenüber; der Wein wirkt trotz seiner Kraft nie schwerfällig; der Holzeinsatz ist gut dosiert und integriert
  • Typizität: Gut – der Wein spiegelt die charakteristischen Eigenschaften eines Saint-Emilion Grand Cru Classé des östlichen Sektors wider: merlotbetonte Frucht, Körperfülle und sanfte Erdigkeit; die Handschrift Pierre Seillans ist unverkennbar
  • Lagerpotential: Sehr gut – der Wein ist bereits zugänglich, besitzt jedoch Substanz und Struktur für weitere 10 bis 15 Jahre; optimale Trinkreife liegt voraussichtlich zwischen 2026 und 2035

Quellenangabe

Charakter

  • Generös und samtweich: Der Merlot-dominierte Charakter des Weins gibt ihm eine einladende Zugänglichkeit, die für den östlichen Saint-Emilion typisch ist
  • Konzentriert und tiefgründig: Der außergewöhnliche Jahrgang 2019 hat Früchte von hoher Reife und Intensität hervorgebracht; der Wein braucht Luft und Zeit, um sich vollständig zu entfalten
  • Strukturiert und entwicklungsfähig: Trotz sofortiger Zugänglichkeit besitzt der Wein genug Tannin- und Säurestruktur, um im Keller noch deutlich zuzulegen
  • Terroir-expressive Mineralität: Eine feine Mineralität, die auf die Kalkstein- und Tonböden des östlichen Saint-Emilion-Terroirs zurückzuführen ist, verleiht dem Wein Grip und Länge
  • Handwerklich ausdrucksstark: Die Philosophie Pierre Seillans, das Terroir in kleinste Einheiten zu denken und entsprechend zu keltern, verleiht dem Cuvée eine Vielschichtigkeit, die über das typische Niveau seines Klassements hinausgeht

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Food Pairing

  • Lammrücken mit Kräuterkruste und Rosmarin-Jus
  • Gebratene Entenbrust mit Pflaumensauce und Süßkartoffelgratin
  • Rinderfilet Wellington mit Morchel-Duxelles
  • Geschmorte Wildschweinschulter mit dunkler Rotweinsauce
  • Reifer Cantal oder Comté als Käsebegleitung
  • Taubenbrüstchen auf Linsenvinaigrette mit schwarzem Trüffel

Trinkfenster

Der Wein ist seit ca. 2022 zugänglich und zeigt im Jahr 2026 eine schöne erste Trinkreife mit noch deutlicher Entwicklungsfähigkeit. Der Höhepunkt dürfte voraussichtlich zwischen 2027 und 2035 liegen, wenn sich die Tannine weiter abgerundet haben und die Tertiäraromen stärker in den Vordergrund treten. Mit gutem Lagerpotenzial lässt sich der Wein noch bis circa 2040 trinken, ohne nennenswert an Qualität einzubüßen. Spätestens dann sollte er geöffnet werden.

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Preis

Der typische Marktpreis liegt bei ca. 35 bis 55 Euro pro Flasche (0,75 l), je nach Händler und Region (Stand: Frühjahr 2026). Im deutschen Fachhandel und bei spezialisierten Weinimporteuren ist der Wein gelegentlich auch zu etwas günstigeren Konditionen erhältlich. En-primeur-Bezug zum Erscheinungspreis 2020 war deutlich günstiger. Auf Auktionsplattformen und bei Wine-Searcher werden aktuell Preise in diesem Bereich gelistet.

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