Ein präziser, mineralischer Elsässer Riesling aus der Steillagenparzelle Buehl auf blauem Schiefer in Bernardvillé, vinifiziert von M. Chapoutier unter dem Label Schieferkopf. Mit frischen Zitrusaromen, weißen Blumen und einem langen, mineralischen Abgang repräsentiert er den typischen Schieferkopf-Stil: klar, terroirgeprägt und trinkfreudig. Für Liebhaber des klassischen, elegant-mineralischen Elsässer Rieslings eine empfehlenswerte Wahl zu einem fairen Preis.
Was ist das für ein Wein?
- Name: Schieferkopf Riesling "Lieu-dit Buehl"
- Weingut: M. Chapoutier / Domaine Schieferkopf
- Klassifikation: AOC Alsace, Parzellenauswahl (Lieu-dit)
- Jahrgang: 2021
- Weinart: Weißwein
- Alkohol: 13 %
- Rebsorten: Riesling (100 %)
- Weinausbau: nicht bekannt
Quellenangabe
Herkunft
- Kontinent: Europa
- Land: Frankreich
- Region: Elsass (Alsace)
- Département: Bas-Rhin
- Appellation: AOC Alsace
- Ort: Bernardvillé, Lieu-dit Buehl
Terroir
- Bodentyp: Blauer Elsässer Schiefer (Blauschiefer)
- Bodenbeschaffenheit: Steinig, gut drainiert, tiefgründige Verwurzelung der Reben möglich, mineralstoffreich
- Klima: Kontinental; durch die Vogesen vor westlichen Regenfällen geschützt, warm und relativ trocken mit ausgeprägten Tag-Nacht-Temperaturschwankungen
- Exposition und Hangneigung: Südlage, steile Hanglage
- Besondere Einflussfaktoren: Biodynamische Bewirtschaftung; Wärmespeicherung durch dunklen Schiefer; tiefgründige Verwurzelung fördert den mineralischen Terroirausdruck
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Besonderheit
Schieferkopf ist das elsässische Weingut des renommierten Rhône-Produzenten M. Chapoutier, der vor allem für seine Spitzenweine aus Hermitage und Côte-Rôtie bekannt ist. Michel Chapoutier hält den Weltrekord für die meisten 100-Punkte-Bewertungen des US-amerikanischen Kritikers Robert Parker. Der "Lieu-dit Buehl" ist einer von drei Einzellagen-Rieslings des Weinguts (Buehl, Fels und Berg) und gilt als die exotischste der drei Parzellen mit der vollmundigsten Frucht. Alle Weinberge werden biodynamisch bewirtschaftet. Der Name "Schieferkopf" verweist direkt auf den charakteristischen blauen Elsässer Schiefer, der das Terroir prägt und dem Wein seinen unverwechselbaren mineralischen Charakter verleiht.
Quellenangabe
Sensorik
- Aussehen/Farbe: Helles Goldgelb mit grünlichen Reflexen; klar und leuchtend; mittlere Intensität
- Duft/Nase: Zart und fein; weiße Blumen (Holunder, Akazie), frische Zitrusfrüchte (Limette, Zitrone), Pfirsich und weiße Birne; feine mineralische Schiefernoten im Hintergrund
- Geschmack/Gaumen: Klarer, frischer Auftakt; lebendige, gut eingebundene Säure; intensiv weiße Früchte und Zitrusfrüchte; elegantes mineralisches Fundament; schöne Textur und Fülle
- Abgang/Länge: Lang, mineralisch-frisch, anhaltende Zitrus- und Schiefernoten
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Qualität
- Komplexität: Gut – Schiefermineralität und frische Frucht bilden ein klar konturiertes, terroirgetriebenes Profil; präzise und ausdrucksstark, wenn auch nicht in der Liga der großen elsässischen Gewächse
- Ausgewogenheit (Balance): Sehr gut – Säure, Frucht und Mineralität harmonieren stimmig; die animierende Säure des Jahrgangs 2021 wird durch Fruchtreinheit und Mineralität ausbalanciert
- Typizität: Hoch – klassischer Elsässer Riesling-Stil mit ausgeprägter Schiefermineralität, charakteristisch für das Terroir in Bernardvillé
- Lagerpotential: Gut; der Wein kann problemlos bis 2030 bis 2035 gelagert werden und wird an Tiefe und Komplexität gewinnen
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Charakter
- Mineralisch und terroirgeprägt: Der blaue Elsässer Schiefer verleiht dem Wein einen unverwechselbaren, klaren Mineralcharakter
- Frisch und lebendig: Die kühle Vegetationsperiode des Jahrgangs 2021 sorgt für eine schöne, animierende Säure
- Exotisch und fruchtbetont: Die Buehl-Parzelle gilt als die exotischste der drei Schieferkopf-Einzellagen und zeigt eine vollmundigere, reifere Frucht als ihre Geschwisterlagen
- Präzise und klar: Typisch für den Schieferkopf-Stil – keine Opulenz, sondern Genauigkeit und Terroirausdruck
- Trinkfreudig und zugänglich: Trotz gutem Lagerpotential bereits in der Jugend angenehm zu trinken
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Food Pairing
- Elsässer Forelle "Blau" mit Salzkartoffeln und brauner Butter
- Gegrillter Steinbutt oder Seezunge mit Zitronenbuttersauce
- Weißer Spargel aus dem Elsass mit Sauce hollandaise
- Flammkuchen mit Schmand, Zwiebeln und geräuchertem Lachs
- Frischer Ziegenkäse oder junger Munster mit Kümmel
- Milde asiatische Küche (Sushi, vietnamesische Frühlingsrollen, leichtes Thai-Curry)
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Trinkfenster
Der Wein ist aktuell (2026) bereits sehr gut trinkbar und zeigt frische Frucht, lebendige Säure und deutliche Mineralität. Er befindet sich noch in einem frühen Reifestadium. Der Höhepunkt wird voraussichtlich zwischen 2027 und 2031 liegen, wenn sich die Schiefermineralität vollständig integriert und die Frucht an Tiefe gewinnt. Spätestens bis 2035 trinken.
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Preis
Der typische Marktpreis liegt bei ca. 25 bis 31 Euro pro Flasche (Stand: Mai 2026).