Der Herbert Zillinger Grüner Veltliner Spätfüllung 2021 ist ein sortentreuer, charakterstarker Weinviertler, der durch biodynamischen Anbau und späte Abfüllung sowohl Würze als auch Substanz mitbringt. Der 2021er Jahrgang hat dem Wein gute Reife und Konzentration gegeben, ohne die sortentypische Frische und Pfefferwürze zu opfern.
Ein empfehlenswerter Alltagswein mit Anspruch – ideal für die Weinviertler Küche und alle, die österreichischen Grünen Veltliner in seiner heimischsten Form erleben möchten.
Was ist das für ein Wein?
- Name: Grüner Veltliner Spätfüllung
- Weingut: Herbert Zillinger
- Klassifikation: Weinviertel DAC
- Jahrgang: 2021
- Weinart: Weißwein
- Alkohol: nicht bekannt
- Rebsorten: Grüner Veltliner 100 %
- Weinausbau: nicht bekannt
Quellenangabe
Herkunft
- Kontinent: Europa
- Land: Österreich
- Bundesland: Niederösterreich
- Region: Weinviertel
- Appellation: Weinviertel DAC
- Ort: Ebenthal im Weinviertel
Terroir
- Bodentyp: Löss, sandiger Lehm und Kalkstein
- Bodenbeschaffenheit: Tiefgründige Lössböden mit guter Wasserspeicherfähigkeit, teils gut drainiert über Kalkunterboden
- Klima: Kontinental; heiße, trockene Sommer und kalte Winter; geringe Niederschläge (ca. 450–550 mm im Jahr)
- Exposition und Hangneigung: Überwiegend flaches bis sanft hügeliges Gelände, Rieden teils nach Süden und Südosten geneigt
- Höhenlage: ca. 180–260 m über dem Meeresspiegel
- Besondere Einflussfaktoren: Pannonischer Klimaeinfluss aus dem Osten, trockene Herbstwinde, ausgeprägte Tag-Nacht-Temperaturschwankungen im Herbst – förderlich für die Entwicklung der sortentypischen Pfefferwürze
Quellenangabe
Besonderheit
Herbert Zillinger bewirtschaftet sein Weingut in Ebenthal im Weinviertel nach biodynamischen Grundsätzen. Die Bezeichnung „Spätfüllung" weist darauf hin, dass der Wein länger im Keller ruhte, bevor er abgefüllt wurde – ein Vorgehen, das dem Wein mehr Entwicklungszeit gibt und zu einer höheren Struktur und Tiefe beiträgt. Dieses Vorgehen entspricht dem handwerklichen, interventionsarmen Ansatz, für den Zillinger bekannt ist.
Quellenangabe
Sensorik
- Aussehen/Farbe: Blassgelb bis mittleres Goldgelb mit grünlichen Reflexen, klar und glänzend, mittlere Viskosität
- Duft/Nase: Sortentypische Pfefferwürze im Vordergrund, begleitet von grüner Aprikose, Birne und Quitte; dazu zarte Kräuternoten (Petersilie, Liebstöckel), ein Hauch Kreide und Feuerstein sowie eine leicht hefig-cremige Note als Folge der späten Abfüllung
- Geschmack/Gaumen: Mittlerer bis kräftiger Körper, lebendige aber reife Säure, ausgeprägte Pfefferwürze am Gaumen, gelbfruchtige Aromatik (Quitte, Pfirsich), mineralisch-cremige Textur; für einen Grünen Veltliner aus dem Weinviertel zeigt er gute Substanz und Dichte
- Abgang/Länge: Mittellang bis lang, würzig-mineralisch mit anhaltendem Pfefferton und einem zarten salzigen Nachhall
Quellenangabe
Qualität
- Komplexität: Gut; der Wein bietet mehrere Aromenebenen – Frucht, Würze und Mineralik – ohne sich zu verlieren; für einen Weinviertler DAC mit solider Tiefe
- Ausgewogenheit (Balance): Sehr gut; Säure, Körper und die sortentypische Pfefferwürze fügen sich harmonisch zusammen; kein Element dominiert
- Typizität: Hoch; der Wein repräsentiert die Rebsorte Grüner Veltliner und die Herkunft Weinviertel klar und überzeugend mit seinem Pfefferprofil und der mineralischen Prägung
- Lagerpotential: Gut für 3 bis 6 Jahre ab Jahrgang; also bis ca. 2027–2030 trinkbar; dank der späten Abfüllung ist die Entwicklung bereits fortgeschrittener als bei früher gefüllten Weinen
Quellenangabe
Charakter
- Würzig und pfeffrig – klassisch Weinviertler Grüner Veltliner
- Mineralisch und präzise, mit einem klaren Bezug zur Herkunft
- Lebendiger, authentischer Ausdruck durch biodynamischen Anbau
- Durch die Spätfüllung reifer und substanzreicher als der Basisstil, dabei ohne Schwere
- Trinkfreudig und geradlinig – kein Showwein, sondern ehrliches Handwerk
Quellenangabe
Food Pairing
- Wiener Schnitzel vom Kalb mit Petersilkartoffeln und Vogerlsalat
- Gebackener Karpfen mit Zitronenbutter
- Gegrillter Zander auf Blattspinat mit Knoblauchbutter
- Gedünsteter weißer Spargel mit Sauce Hollandaise
- Mungobohnensprossen-Salat mit Ingwer und Sesam (asiatische Küche)
- Reifer Schnittkäse, etwa ein milder Bergkäse oder Gruyère
- Kürbiscremesuppe mit gerösteten Kürbiskernen
Quellenangabe
Trinkfenster
Der Wein ist aktuell (Stand: Frühjahr 2026) trinkbereit und zeigt seinen vollen, gereiften Charakter. Die Spätfüllung hat dem Wein bereits etwas Entwicklungszeit gegeben, sodass er sich in einer angenehmen Trinkphase befindet. Der Höhepunkt liegt voraussichtlich zwischen 2026 und 2028. Spätestens bis 2030 trinken.
Quellenangabe
Preis
Der genaue Marktpreis für den Herbert Zillinger Grüner Veltliner Spätfüllung 2021 konnte nach Recherche nicht zuverlässig ermittelt werden und ist daher nicht bekannt. Vergleichbare Grüne Veltliner aus dem Hause Herbert Zillinger in der mittleren Qualitätsstufe bewegen sich erfahrungsgemäß im Bereich von ca. 15 bis 30 Euro pro Flasche (0,75 l).