Adega Algueira Dolio

Adega Algueira Dolio

Der Adega Algueira Dolio 2019 ist ein außergewöhnlicher, terroir-getreuer Rotwein aus dem heroischen Weinbau der Ribeira Sacra – komplex, mineralisch und tiefgründig, mit einer unverwechselbaren Identität durch den Ausbau im Dolium nach antikem Vorbild. Als bester Jahrgang dieser Cuvée aus Mencía, Sousón und Brancellao überzeugt er mit intensiver dunkler Frucht, eleganter Struktur und einem langen mineralischen Abgang. Kaufempfehlung für Liebhaber authentischer, naturnaher Weine mit Charakter und Herkunft.

Hasenscore: 93


Eine Ente ist kein Schwan,
geht aber auch nicht unter!

Was ist das für ein Wein?

  • Name: Adega Algueira Dolio
  • Weingut: Adega Algueira (Adega F. Algueira)
  • Klassifikation: D.O. Ribeira Sacra (Denominación de Origen Protegida)
  • Jahrgang: 2019
  • Weinart: Rotwein
  • Alkohol: 14,0 %
  • Rebsorten: Mencía, Sousón, Brancellao (Cuvée; genaue Anteile nicht veröffentlicht)
  • Weinausbau: Gärung und Reifung in handgefertigten Tonfässern (Dolien aus Terrakotta), ohne Eichenholzausbau; genaue Ausbaudauer in Monaten nicht bekannt

Quellenangabe

Herkunft

  • Kontinent: Europa
  • Land: Spanien
  • Autonome Gemeinschaft: Galicien (Galicia)
  • Provinzen: Lugo und Ourense
  • Region: Ribeira Sacra (D.O.P.)
  • Ort: Weinberge entlang der Schluchten der Flüsse Sil und Miño

Terroir

  • Bodentyp: Überwiegend Schiefer (Pizarra) und Ton; in Teilen auch Granitunterboden; mineralreich und gut drainiert
  • Bodenbeschaffenheit: Steinig, dünnschichtig und arm an organischer Substanz; der Schiefer speichert die Sonnenwärme tagsüber und gibt sie nachts wieder ab, was eine langsame und gleichmäßige Traubenreifung begünstigt
  • Klima: Kontinental mit atlantischen Einflüssen; lange, heiße Sommer und kühle Herbste; im Sil-Tal ca. 700 mm Jahresniederschlag und eine Jahresdurchschnittstemperatur von ca. 13 °C
  • Exposition und Hangneigung: Extreme Steilterrassenlagen (socalcos) entlang der Flussschluchten; Neigungen von teils über 60 bis 80 %; überwiegend südlich bis südöstlich exponiert
  • Höhenlage: Variiert je nach Parzelle; Weinberge teils über 500 Meter über dem Meeresspiegel
  • Besondere Einflussfaktoren: Mikroklimatische Wirkung des Flusses Sil (Wärme- und Feuchtigkeitsspeicherung in der Schlucht); heroischer Weinbau ohne Möglichkeit zur Mechanisierung; ausschließlich Handarbeit

Quellenangabe

Besonderheit

Der Name „Dolio" leitet sich vom lateinischen Wort dolium ab – einem großen Tonfass, das bereits die Römer zur Vinifizierung und Lagerung von Wein nutzten. Das Weingut Adega Algueira greift diese jahrtausendealte Tradition auf und vergärt sowie reift diesen Wein ausschließlich in handgefertigten Terrakotta-Dolien, ohne jeglichen Einsatz von Eichenholz. Dieser Ausbau bewahrt die Fruchtfrische und den Herkunftscharakter und verleiht dem Wein gleichzeitig eine subtile erdige Tiefe sowie eine besonders runde, weiche Textur.

Hinzu kommt die außergewöhnliche Lage der Weinberge: Sie befinden sich in den spektakulären, teils nahezu senkrechten Steilterrassenlagen entlang des Flusses Sil – einem Gebiet, das als Musterbeispiel heroischen Weinbaus (Viticultura Heroica) gilt. Ernte und Pflege der Reben sind ausschließlich von Hand möglich. Der Jahrgang 2019 gilt laut Vivino als der bisher am besten bewertete Jahrgang dieser Cuvée. Wine-Searcher listet den Dolio unter den Top-10-Weinen der Ribeira Sacra.

Quellenangabe

Sensorik

  • Aussehen/Farbe: Tiefes Granatrot mit violetten Reflexen; mittlere bis hohe Farbintensität; im Glas klar und leuchtend; mittlere Viskosität mit feinen Schlieren
  • Duft/Nase: Ausdrucksstarke, vielschichtige Nase; dunkle Kirsche, Brombeere und Heidelbeere als führende Primäraromen; dazu florales Veilchen und Wildblumen (typisch für Mencía); mineralisch-schieferige Note mit Anklängen von Graphit und nassem Stein; sekundär Gewürznelke, schwarzer Pfeffer und ein Hauch trockener Kräuter; mit Belüftung öffnet sich der Wein und zeigt mehr Fruchttiefe
  • Geschmack/Gaumen: Vollmundig, dicht und dennoch elegant; weiche, reife Tannine mit samtigem Charakter; lebendige, gut eingebundene Säure sorgt für Frische und Länge; dunkle Beerenfrucht, Pflaume und mineralische Tiefe prägen den Gaumen; kein Holzton dank des Ausbaus in Terrakotta-Dolien – stattdessen eine naturbelassene, reine Fruchtstruktur; leicht erdige Note im Hintergrund
  • Abgang/Länge: Lang anhaltend, mineralisch und facettenreich; Kirsche, Lakritz und Schiefermineralität ziehen sich durch das Finish; präzise, sauber und nachhaltig

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Qualität

  • Komplexität: Sehr hoch – die Verbindung aus drei autochthonen Rebsorten (Mencía, Sousón, Brancellao), heroischem Weinbau in extremen Steillagen und dem außergewöhnlichen Ausbau in Terrakotta-Dolien schafft ein vielschichtiges, tiefgründiges Profil mit Frucht, Mineralität und Würze
  • Ausgewogenheit (Balance): Sehr gut – die 14 % Alkohol sind harmonisch eingebunden; Frucht, Säure, Tannin und Mineralität ergänzen sich zu einem stimmigen Gesamtbild ohne Übergewicht einzelner Komponenten
  • Typizität: Herausragend – der Wein repräsentiert die Ribeira Sacra und ihre Leitrebsorte Mencía sehr überzeugend; das mineralische Schieferprofil und die reine Fruchtstruktur sind charakteristisch für die besten Lagen der Region
  • Lagerpotential: Gut bis sehr gut – der Wein ist jetzt (Frühjahr 2026) trinkbereit und bereits auf einem sehr guten Niveau; beste Trinkreife voraussichtlich bis 2030; problemlos bis mindestens 2033 lagerbar

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Charakter

  • Ursprünglich und terroir-geprägt – kein Holzton, keine aufdringlichen Ausbauaromen; der Charakter des Schieferbodens und der autochthonen Rebsorten dominiert das gesamte Profil
  • Kraftvoll und dennoch elegant – trotz 14 % Alkohol und dunkler Fruchtfülle wirkt der Wein präzise, clean und filigran strukturiert
  • Meditativ und tiefgründig – der Wein entwickelt sich im Glas mit Belüftung stark und entfaltet seine volle Vielschichtigkeit erst nach ausreichend Luft
  • Mineralisch und erdnah – das Schiefermineralprofil zieht sich als roter Faden durch Nase, Gaumen und Abgang
  • Authentisch galizisch – die Verwendung der drei autochthonen Rebsorten und die jahrtausendealte Tradition des Dolium-Ausbaus verleihen dem Wein eine unverwechselbare, historisch verwurzelte Identität

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Food Pairing

  • Gebratenes Lammkotelett mit Rosmarin und Knoblauch (klassische galizische Kombination)
  • Gegrillter Oktopus nach galizischer Art (Pulpo a la gallega) mit Paprikaöl und grobem Meersalz
  • Rehkeule oder Wildschweinbraten mit Backpflaumen und Wurzelgemüse
  • Geschmorte Ochsenbäckchen (Carrillada de ternera) mit Rotweinreduktion
  • Iberischer Schinken (Jamón Ibérico de Bellota) als Aperitif-Begleitung
  • Gereifter Manchego oder Idiazábal-Käse

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Trinkfenster

Der Wein ist aktuell (Frühjahr 2026) bereits auf einem sehr guten Trinkniveau und zeigt seine erste volle Reife. Der 2019er-Jahrgang ist laut Vivino der bisher am besten bewertete aller Dolium-Jahrgänge. Komplexe Frucht, gut eingebundene Tannine und eine schöne mineralische Tiefe machen ihn jetzt zum Genuss. Der Höhepunkt wird voraussichtlich zwischen 2026 und 2030 liegen. Spätestens bis 2033 trinken.

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Preis

Der typische Marktpreis liegt bei ca. 65 bis 77 Euro pro Flasche (0,75 l) im deutschen Fachhandel (Stand: Frühjahr 2026). Der Durchschnittspreis auf Wine-Searcher beträgt ca. 55 Euro (ohne Mehrwertsteuer). Im Vergleich zur Qualität und dem enormen Aufwand in der Produktion – heroischer Handarbeitsweinbau in Steillagen und handgefertigte Terrakotta-Dolien – ist der Preis als angemessen einzustufen.

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